Südostasien

Thailand, Kambodscha, Vietnam – Tipps für eine Rundreise durch Südostasien

Drei Wochen – drei Länder – acht Stationen: Geplant hatten wir einen entspannten Trip durch Südostasien. Dann hat uns die Faszination gepackt und am Ende stand folgende Route auf der Wunschliste: Bangkok, Siem Reap, Phnom Penh, Kampot, Phu Quoc, Can Tho, Hoi An und Ho Chi Minh.

Unsere Route: Kultur, Shopping und Entspannung

Ich gebe zu, das Programm war straff und ich würde das nächste Mal vielleicht doch etwas auf die Bremse treten – aber es war machbar und wir hinterher auch nicht gleich wieder urlaubsreif… 😉 Geärgert habe ich mich im Nachhinein eigentlich nur über die vier Tage in Hoi An. Mit der Stadt sind wir irgendwie nicht so richtig warm geworden. Dafür hätten wir gerne mehr Zeit in Kampot verbracht.

Die besten Reiseführer für Südostasien

Ob Print oder online – daran scheiden sich die Geister. Ich persönlich nutze beides. Schon alleine, weil ich einfach nicht auf bunte Post-its verzichten kann. Für Südostasien empfehle ich die Stefan Loose-Reisführer. Die Ausgaben zu Kambodscha und Vietnam sind sehr übersichtlich aufgebaut, ausführlich recherchiert und halten jede Menge nützliche Tipps parat.

Allerdings sind wir auch immer auf der Suche nach Inspirationen jenseits der ausgetretenen Pfade und haben hierzu verschiedene Blogs genutzt. Hier eine Auswahl:

Visa: So klappt die Einreise

Thailand 
Deutsche Staatsangehörige, deren Reise rein touristischer Natur ist, dürfen sich bei einer Aufenthaltsdauer von bis zu 30 Tagen pro Einreise ohne Visum in Thailand aufhalten.

Kambodscha
Da wir über den Flughafen Siem Reap eingereist sind, war es möglich ein Visa on Arrival zu nutzen. Das ist 30 Tage gültig und die Ausstellung war völlig unkompliziert. Folgenden Unterlagen werden benötigt:

  • Reisepass
  • Ausgefülltes Antragsformular (erhält man am Flughafen)
  • Aktuelles Passfoto
  • 30 US-Dollar in bar

Vietnam
Bleibt man nicht länger als 15 Tage in Vietnam, ist aktuell kein Visum notwendig – wir mussten noch nicht einmal unsere geplante Ausreise nachweisen (hier geht es zu den aktuellen Einreisebestimmungen). Genutzt haben wir den Grenzübergang Ha Tien (Prek Chak – Xa Xia).

Günstige Flüge nach und in Südostasien

Für die Flugsuche nutze ich in der Regel Skyscanner, die Flüge buche ich eigentlich immer direkt über die Website der Airline. Hier gibt es oftmals die günstigsten Tarife – gerade in Asien. Wenn man zeitlich flexibel ist, lassen sich hier echte Schnäppchen machen.

Letztendlich haben wir uns für einen Flug mit Air China entschieden, der Preis und die Flexibilität war einfach unschlagbar. Dafür nahmen wir auch den Zwischenstopp in Peking in Kauf. Und insgesamt war ich angenehm überrascht: Die Flüge waren absolut pünktlich, in Peking lief alles reibungslos (trotz zahlreicher Warnungen, dass es hier gerne mal lange Schlangen gibt) und auf dem Rückflug von Peking nach Frankfurt hatten wir den Luxus einer fast leeren Maschinen (es war eine gute Idee, am 31.12. zu fliegen). Lediglich der Flug von Peking nach Bangkok war ein kleiner fast 5-stündiger Horrortrip: Die Maschine klein, bis auf den letzten Platz ausgebucht und mit schlechter Klimaanlage ausgestattet.

Um Zeit (und Nerven) zu sparen, haben wir uns noch einige Flüge innerhalb Südostasiens gegönnt:

  • Bangkok – Siem Reap: 1 Stunde (AirAsia)
  • Phu Quoc – Can Tho: 50 Minuten (Vietnam Airlines)
  • Can Tho – Da Nang: 1 Stunden 30 Minuten (Vietjet)
  • Da Nang – Ho Chi Minh: 1 Stunde 15 Minuten (Vietjet)

Von A nach B in Südostasien: Über Busse, Boote, Tuk Tuks und Xe Oms

An den einzelnen Zielorten war das Thema Transport eigentlich ein einfaches. In Bangkok haben wir fast ausschließlich den Skytrain genutzt bzw. Expressboote (Achtung, nicht mit den teuren Touristenbooten verwechseln!). In Kambodscha findet man an quasi jeder Ecke ein Tuk Tuk und in Vietnam haben wir entweder auf ein Xe Om (Moped) oder Taxi zurückgegriffen. In Ho Chi Minh sollte man allerdings unbedingt darauf achten, ein Taxi mit offizieller Lizenz zu nutzen. Diese fahren mit Taxameter und zu einem fairen Preis. Alles andere ist reine Abzocke.

Mit dem Nachtbus von Siem Reap nach Phnom Penh

Die Strecke von Siem Reap nach Phnom Penh haben wir im Nachtbus von Giant Ibis zurückgelegt. Diesen haben wir im Vorfeld unkompliziert online gebucht. Das Unternehmen ist sicher etwas teurer als die Konkurrenz, gilt dafür aber als sehr sicher. Wir hatten eine stressfreie Fahrt, die wir fast komplett verschlafen haben. Nicht zu vergessen: Ein gut funktionierendes WLAN. Ausführlichere Informationen zum Thema gibt auch dieser Review: Giant Ibis night bus.

Im Überblick
Kosten: 15 US-Dollar
Reisezeit: 6,5 Stunden
Im Giant Ibis Night Bus von Siam Reap nach Phnom Penh
Im Giant Ibis Night Bus von Siam Reap nach Phnom Penh.

Von Phnom Penh ging es weiter nach Kampot, und zwar ebenfalls mit Giant Ibis. Dieses Mal allerdings im Minibus und quasi die komplette Zeit hupend auf der Gegenfahrbahn. Da hilft nur noch die Augen zu schließen und die mehr oder weniger beruhigende Erkenntnis, dass alle Minibusse in Kambodscha so fahren.

Im Überblick
Kosten: 9 US-Dollar
Reisezeit: 2,5 Stunden

Unkompliziert von Kambodscha nach Vietnam

Der nächste Teil der Strecke hat uns im Vorfeld einiges an Kopfzerbrechen bereitet. Der Plan sah vor, von Kampot nach Phu Quoc zu reisen. Die Recherche förderte leider fast nur Horrorgeschichten über den Grenzübergang bei Ha Tien zutage: stundenlange Verzögerungen und Probleme bei der Einreise. Letztendlich haben wir beschlossen, das einfach auf uns zukommen zu lassen und das „Problem“ vor Ort zu regeln.

In Kampot klapperten wir schließlich mehrere Reiseagenturen ab und bekamen immer die gleiche Antwort: Der Grenzübertritt sei nur mit einer „organisierten Reise“ möglich. Das war uns a) im Verhältnis zu teuer, b) passte die Abfahrtzeit nicht wirklich in unseren Plan und c) sah das alles nach einer langwierigen Sache am Zoll aus. Also blieben wir hartnäckig und siehe da, wir fanden eine Agentur, die uns völlig unkompliziert ein Auto zur Grenze organisierte.

Wir wurden frühmorgens an unserer Unterkunft abgeholt und kurz vor der vietnamesischen Grenze abgesetzt. Von dort ging es dann zu Fuß weiter, um die Einreiseformalitäten zu erledigen. Und was soll ich sagen: Das hat keine fünf Minuten gedauert und wir mussten auch an keiner Stelle irgendwelche dubiosen Gebühren bezahlen. Stempel in den Pass und fertig. Hinter der Grenze haben wir uns dann ein Xe Om organisiert, das uns (mit kurzem Zwischenstopp am Ticketschalter) pünktlich an der Fähre nach Phu Quoc abgesetzt hat.

Per Fähre nach Phu Quoc

Es ging für uns mit der Fähre von Ha Tien nach Phu Quoc. Diese verkehrt mehrmals am Tag, aktuelle Abfahrtszeiten findet man auf der Website von SuperDong. Trotz eines ordentlichen Wellengangs war die Überfahrt total entspannt. Außer uns waren fast nur Vietnamesen an Bord und das Personal hat sich extrem nett um uns gekümmert: Durchsagen wurden übersetzt und das WLAN auf dem Smartphone eingerichtet. Ein besonderes Erlebnis war dann auch das Entertainment-Programm: „Die Götter müssen verrückt sein“. Angekommen in Phu Quoc wartete schon der Fahrservice des Hotels auf uns. Man hätte aber auch problemlos ein Taxi bekommen.

Im Überblick
Kosten: 230.000 VDN
Reisezeit: 1 Stunde 20 Minuten
Fähre nach Phuc Quoc
Fähre nach Phuc Quoc.

Unterkünfte in Südostasien

Wir haben alle Unterkünfte bereits von Deutschland aus gebucht. Der einfache Grund: Wir wollten vor Ort keine Zeit mit der Suche verschwenden. Zur Recherche habe ich unter anderem momondo genutzt, aber auch verschiedene Buchungsportale. Außerdem war Google das eine oder andere Mal sehr hilfreich. Und Preise vergleichen lohnt sich – je nach dem, wo man bucht, lassen sich echte Schnäppchen machen! 

Bangkok: Park Plaza Sukhumvit
Ein modernes Stadthotel mit geräumigen, schönen Zimmern. Das Personal ist sehr nett und hilfsbereit. Die Lage ist super, es sind nur wenige Minuten zur BTS Station Asok und auch zur MRT Station Sukhumvit ist es nicht weit. Den Pool auf dem Dach haben wir nicht genutzt – er ist aber ein nettes Plus. In der unmittelbaren Nachbarschaft ist die Shopping Mall Terminal 21, außerdem zahlreiche Restaurants.
Siem Reap: Bou Savy Guesthouse
Günstiges Guesthouse mit einfachen aber sauberen Zimmern. Leider haben wir ein Zimmer ohne Fenster im unteren Stock erwischt. Mit dem fehlenden Licht kann man leben, allerdings nicht mit dem Lärm, der morgens um 4 Uhr ausbricht, wenn die ersten Gäste nach Angkor Wat aufbrechen. An Schlaf war nicht mehr zu denken. Dafür war das Frühstück gut und der Pool nach einem staubigen Tag in Angkor Wat Gold wert. Ich würde das Guesthouse wieder buchen – allerdings auf ein Zimmer in einem der oberen Stockwerke bestehen. 
Phnom Penh: Alibi Guesthouse
Schönes Guesthouse in zentraler Lage. Von hier aus lässt sich Phnom Penh bequem zu Fuß erkunden. Die Zimmer waren sauber und das Frühstück okay. Das Personal ist sehr freundlich und der französische Eigentümer gibt auch gerne Tipps. Bei unserem Check-in gab es leider Verzögerungen, dafür haben wir aber auch sofort einen Preisnachlass bekommen.
Kampot: Bandini´s
Ein kleines Guesthouse mit einem wunderschönen Garten, der zum Relaxen einlädt. Die vier Zimmer sind einfach eingerichtet, es ist aber alles sehr neu und sauber. Die Unterkunft wird von einem jungen französischen Pärchen betrieben, das einem jederzeit mit Rat und Tat zur Seite steht. An der kleinen Bar gibt es leckere Smoothies und Snacks. Fahrräder stehen kostenlos bereit. Einziger Mini-Nachteil: Die Zimmer sind relativ hellhörig. Für den Preis aber trotzdem unschlagbar: ab 11 US-Dollar pro Nacht. 
Phu Quoc: Wild Beach
Ein perfektes Hotel für ein paar ruhige Strandtage. Die Bungalows sind sehr gemütlich und sauber – genauso wie die ganze Anlage. Ein schöner hoteleigener Strand rundet das Ganze ab. Der Manager spricht gut Englisch und ist stets um das Wohl seiner Gäste bemüht. Das Restaurant ist in Ordnung. Kein kulinarischer Hochgenuss aber für ein paar Tage absolut okay. Auf der Suche nach Abwechslung lohnt sich ein Besuch im Nachbarhotel Bamboo Cottages. Was man wissen muss: Das Wild Beach liegt relativ abgeschieden am Bau Vung Beach – ohne Roller geht nichts. 
Can Tho: Hau Giang
Schönes, zentral gelegenes Hotel mit großen, neuen Zimmern. Das Personal war sehr freundlich. Perfekter Ausgangspunkt für Mekong-Touren. Wirklich gutes Preis-/Leistungsverhältnis. 
Hoi An: Golden Bell
Ein schönes, familiär geführtes Guesthouse. Die Zimmer sind gemütlich und sauber. Das Frühstück wirklich lecker. In die Innenstadt sind es ein paar Meter, es stehen aber Fahrräder zur Verfügung. Mit diesen kann man auch entspannt an den Strand fahren. Etwas anstrengend ist die Geschäftstüchtigkeit der Besitzerin. Wenn man Ausflüge, Massagen etc. nicht über sie bucht, reagiert sie etwas gereizt. 
Ho Chi Minh: Vissai Saigon Hotel
Modernes Hotel mit schönen, großen Zimmern nahe am Flughafen. Bei frühen Abflugzeiten ist das ein echter Pluspunkt. Für uns war die Fahrzeit in die Stadt absolut in Ordnung. Toller Blick über die Stadt. Das Personal ist freundlich und sehr professionell. Der Pool ist allenfalls mittelmäßig – aber trotzdem eine nette Abkühlung. Nur eine Sache: Finger weg vom hoteleigenen Spa. Das ist an einen externen Betreiber vermietet: schlechte Qualität und unverschämte Abzocke! 

Koffer oder Rucksack?

Ich bin ein absoluter Koffer-Fan und trotzdem fällt die Antwort eindeutig aus: Rucksack. Das ist einfach praktikabler und unkomplizierter.

Money, money, money

Wir waren mit einer DKB-Kreditkarte unterwegs und konnten in allen drei Ländern problemlos Geld abheben. Bereits in Deutschland haben wir uns mit US-Dollars und Vietnamesischen Dong eingedeckt, einige Thailändische Baht hatten wir noch in der Schublade liegen. Uns war einfach wichtig, nach dem jeweiligen Grenzübertritt zumindest etwas Geld in der Tasche zu haben – nur für den Fall, dass mal nicht sofort ein Geldautomat in Reichweite ist. Und warum Dollars? Weil sie in Kambodscha mehr oder weniger die offizielle Zweitwährung sind. Riel haben wir nur sehr selten (als Wechselgeld) in die Finger bekommen. Wichtig: Die Dollarscheine dürfen keine Beschädigungen aufweisen. Sonst hat man keine Chance, sie an den Mann zu bekommen. Selbst der Umtausch bei einer Bank wird dann zu einer kleinen Herausforderung.


Mit diesem Artikel nehme ich an der Blogparade Reisevorbereitungen von Urs vom Philippinen-Blog teil. Hier findet ihr bereits viele spannende Beiträge – u.a. zu Australien, Südafrika, Thailand, Italien und den USA. Unbedingt mal vorbeischauen!!!

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6 Gedanken zu “Thailand, Kambodscha, Vietnam – Tipps für eine Rundreise durch Südostasien

  1. Wahnsinniger intensiver und ausführlicher Artikel – da steckt super viel Arbeit und Liebe drin. Sehr informativ und beim Grenzübertritt von Kambodscha nach Vietnam habe ich mich fast dabei gefühlt. auf Reisen muss man vieles einfach selbst entdecken.

    1. Vielen Dank Ralf, da steckt wirklich jede Menge Arbeit und Recherche drin. Das war mir auch echt ein Bedürfnis – ich habe im Vorfeld so oft gelesen, wie kompliziert das in SOA alles ist. Und zumindest bei uns war das überhaupt nicht so. Konnte man alles easy selbst organisieren.
      Viele Grüße
      Katharina

  2. Toller Artikel und ich mag Deinen Schreibstil. Werde definitiv wieder reinschauen 🙂 Wir buchen die Hotels auch größtenteils von zu Hause. Wenn man nur 3 Wochen Zeit hat, will man möglichst wenig Zeit mit rumrennen und suchen verbringen. Außerdem ist das Budget dann auch nicht so sehr begrenzt wie als Langzeitreisender. Ich freu mich schon wieder auf SOA. In ein paar Wochen gehts schon los 🙂

  3. Hey 😉

    In Südostasien war ich leider bisher noch nicht, aber dies soll sich dieses Jahr vielleicht ändern. Finde super wie ausführlich du alles beschrieben hast, sodass ich jetzt perfekt Bescheid weiß 😉

    Liebe Grüße,

    Joshua.

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