Liebster-Award: 22 Fragen und ein kleines Problem

Kaum zwei Wochen online und pünktlich zum Start meiner Rundreise durch Südengland erreichte mich die Nominierung für den Liebster-Award von Ines Laufer vom Reisejunkie-Magazin. Dafür vielen lieben Dank – über das positive Feedback habe ich mich sehr gefreut! Einen besseren Ansporn kann man sich gerade am Anfang kaum wünschen.

Der Award ist eine Art Kettenbrief, der von Blogger zu Blogger weitergegeben wird: Der nominierte Blogger muss elf Fragen beantworten, bevor er seinerseits andere Blogger nominiert und diesen elf neue Fragen stellt. Ziel ist, sich kennenzulernen, Netzwerke zu knüpfen und interessante Blogs bekannter zu machen. Eine schöne Idee! Also habe mich an die Fragen von Ines gesetzt und gerade fertig, erreichte mich eine zweite Nominierung. Herzlichen Dank an Christoph von Frog on a plane. Also zurück auf Anfang – aus elf Fragen und Antworten werden 22…

Hier meine Antworten auf die Fragen von Ines:

Wenn Du nur noch 3 Länder/Orte bereisen dürftest, welche wären das und warum?
Das ist knifflig! Definitiv würde ich noch einmal nach Puerto Rico reisen – das Land und seinen wahnsinnig hilfsbereiten Menschen haben mein Herz einfach im Sturm erobert. Außerdem steht Bolivien ganz weit oben auf dem Wunschzettel. Seit ich vor Jahren Bilder einer Tour durch den Salar de Uyuni gesehen habe, geht mir das nicht mehr aus dem Kopf. Und Ziel Nummer drei wäre Myanmar. Das Land war so lange abgeschottet und befindet sich jetzt mitten im Aufbruch. Ich denke, hier kann man das authentische Asien noch sehr hautnah erleben. 

Was wünscht Du Dir von den Lesern Deines Blogs?
Dass sie Inspirationen finden und immer wieder gerne vorbeischauen. 

Hund oder Katze und warum?
Eindeutig Katze. Sie verbinden Unabhängigkeit mit Loyalität

Wie sieht Deine Traumreise in 3 Worten aus?
Sonne, gutes Essen & interessante Begegnungen

Wenn Du ein Tag lang ein anderer Mensch sein könntest, wer wärst Du dann - und warum?
Spontan würde ich mich für Neil Armstrong entscheiden und meinen Tausch mit einer kleinen Zeitreise in den Juli 1969 verbinden: Als erster Mensch den Mond zu betreten wäre definitiv ein Reisehighlight. 

Welche drei Eigenschaften schätzen Freunde besonders an Dir?
Die Frage erinnert mich jetzt ja schon fast an ein Bewerbungsgespräch… 😉 Ich glaube, meine Fähigkeit, Dinge klar und analytisch zu betrachten. Manchmal hilft eine neutrale Meinung von außen einfach weiter. Außerdem würde ich mich als absolut zuverlässig beschreiben. Und zuletzt schätzen sie sicher, dass ich gerne esse und reise: Meine Urlaubs- und Restauranttipps sind durchaus gefragt.

Mit welcher Eigenschaft bringst Du andere schon mal zur Weißglut?
Mit meinem analytischen Perfektionismus. Der führt dazu, dass ich gerne alles bis ins Detail plane, und wehe es funktioniert nicht so, wie ich mir das vorstelle. Allerdings ist das im Laufe der letzten Jahre schon deutlich besser geworden – in der Zwischenzeit schaffe ich es, den Kopf auch mal auszuschalten und mich einfach treiben zu lassen.

Reist Du am liebsten alleine oder in Gesellschaft?
Am liebsten reise ich mit meinem Freund. Wir sind ein eingespieltes Team und haben ziemlich ähnliche Erwartungen an einen perfekten Urlaub.

Welche 3 Dinge würdest Du auf eine einsame Insel mitnehmen - und warum?
Auf alle Fälle mein iPad – damit ist für Lesestoff, Musik, eine Kamera und ein Reisetagebuch gesorgt. Außerdem eine gemütliche Hängematte und natürlich darf mein Freund nicht fehlen… 🙂

Was war bisher Dein brenzligstes Erlebnis auf Reisen?
So richtig brenzlig wurde es zum Glück noch nie. In Los Angeles sind wir mal in einem Motel gelandet, das in einer etwas fragwürdigen Gegend lag. Schon zur Begrüßung am frühen Abend hörten wir die Sirenen heulen und es kreisten Hubschrauber über dem Gebiet. Wir haben uns dann spontan dazu entschlossen, auf den Restaurantbesuch zu verzichten und stattdessen unsere restlichen Kekse zu essen.

Was war Dein glücklichster Moment auf Reisen?
Den einen Moment gibt es da nicht, es ist vielmehr ein Puzzle aus vielen kleinen Momenten: Begegnungen mit interessanten Menschen, das Bezwingen eines Berggipfels oder das Staunen angesichts von Naturphänomen (z.B. Grand Canyon) und historischen Bauwerken (z.B. Angkor Wat).

Und jetzt geht es mit den Fragen von Christoph weiter:

Was hat Dich dazu bewegt einen Blog zu gründen?
Der Blog verbindet zwei meiner Leidenschaften: Reisen und Schreiben. Außerdem lese ich selbst sehr gerne Reiseblogs und habe dort schon viele tolle Inspirationen bekommen – warum also nicht auch meine Erfahrungen weitergeben.

Welche Themen stehen in Deinem Blog im Mittelpunkt?
Individuelles Reisen, das sich in kein Schema pressen lässt. Wir sind sowohl mit dem Koffer als auch mit dem Rucksack unterwegs. Verreisen gerne mit Airbnb, geben aber auch durchaus mal mehr aus. Erkunden gerne Europa, sind aber auch auf anderen Kontinenten unterwegs. Die einzige Konstante ist, dass wir es selten lange an einem Ort aushalten – deshalb sind viele unsere Reisen Roadtrips.

Was würdest Du Dir wünschen wenn Du 3 Wünsche frei hättest?
Gesundheit, Liebe und Zufriedenheit.

Was war bis jetzt der spannendste Augenblick in Deinem Leben?
Das ist eine gute Frage und gar nicht so einfach zu beantworten. Sicher, mein Abitur, der Uniabschluss, die Zusage für den ersten Job… Und auf Reisen gab es viele spannende Momente: das Eintauchen in fremde Kulturen oder Begegnungen mit interessanten Menschen. Insofern kann ich gar keinen bestimmten Augenblick benennen und freue mich auf noch viele spannende Momente.

Urlaub in den Bergen oder am Strand?
Für mich macht es die Mischung. Deswegen sind wir im Urlaub oft mit einem Auto unterwegs. Auf Roadtrips wird es nie langweilig.

Was bedeutet für Dich Heimat?
Home is were the heart is: Ich verbinde Heimat weniger mit einem bestimmten Ort, sondern vor allem mit Menschen, die mir wichtig sind.

Wen würdest Du gerne einmal treffen?
Hape Kerkeling – einen Nachmittag mit ihm stelle ich mir unglaublich unterhaltsam vor. 

Was hast Du bis jetzt noch nicht gemacht, willst es aber unbedingt tun?
Ich würde unglaublich gerne mal einen Koala knuddeln. Also auf nach Australien…

Hast Du ein Lieblingsfoto und warum magst Du es so gerne?
Dieses Foto ist auf dem Gipfel des El Yunque in Puerto Rico entstanden. Ich mag es sehr, weil es mich an einen tollen Urlaub erinnert und an das Gefühl nach einem anstrengenden Aufstieg mit einem tollen Blick belohnt worden zu sein. So fühlt sich Freiheit an.

Puerto Rico El Yunque

Wie startest Du am liebsten in den Tag?
Mit einem entspannten ausgiebigen Frühstück. Und was nie fehlen darf, ist ein starker Kaffee.

Was machst Dich glücklich?
Schokolade 😉 

Warum ich auf Nominierungen verzichte

Nun darf ich den Award eigentlich weiterreichen und das hat sich als echte Herausforderung erwiesen: Alle Blogs, die ich regelmäßig lese, haben den Award bereits erhalten und selbst „Newcomer“ sind teilweise schon mehrfach nominiert. So finden sich auf der Liste von Frog on a plane gleich mehrere Kandidaten, die ich ebenfalls ins Auge gefasst hatte. Und auch ich selbst wurde in der Zwischenzeit nochmals angefragt. Da so viele Mehrfachnominierungen wenig Sinn machen, habe ich mich entschieden, den Award nicht weiterzureichen. Stattdessen wollte ich euch einige Leseempfehlungen mit auf den Weg geben – allerdings hat sich das als umfangreicheres Projekt entpuppt… Alternativ gibt es hier nun drei Links zu hilfreichen Blogübersichten:

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12 Gedanken zu “Liebster-Award: 22 Fragen und ein kleines Problem

  1. Ui, liebe Katharina – da hattest Du ja doppelt viel zu tun – und es ist Dir wunderbar gelungen 🙂 Danke für Deine aufschlussreichen und pfiffigen Antworten – wir haben mehr als eine Gemeinsamkeit, stelle ich fest.
    Drücke Dir übrigens die Daumen, dass Du eines Tages tatsächlich mit einem Koala kuscheln wirst – die sind wirklich süß die kleinen Racker, wenngleich – nun ja – etwas „borstig“, was die Haptik des Fells angeht 🙂

  2. Da sind dir ja ein paar tolle Antworten eingefallen. Am Besten gefiel mir dein Tausch mit Neil Armstrong. Das würde mir auch mal gefallen.
    Einmal die Erde verlassen und sie von oben sehen. So ein kleiner, verletzlicher Planet, der so friedlich aussieht und es vielleicht auch irgendwann sein wird. Einmal die Schwerelosigkeit erleben und natürlich meinen Fußabdruck auf ewig in den Mondstaub drücken.
    Zumindest literarisch tobe ich mich gern mal auf dem Mond aus.
    Dass du den Liebster Award nicht weiter gibst, finde ich gut. Er taucht immer wieder auf und wird wirklich sehr inflationär gebraucht. Da ist er eigentlich nichts Besonderes mehr.
    Ich selbst war auch schon mal nominiert, hab aber nicht teilgenommen. Hätte inhaltlich auch nicht zu meinem Blog gepasst.
    Wenn man das mal durchrechnet, müsste man schon nach nur 10 Runden, wenn jeweils 11 Blogger von jedem Blogger davor nominiert würden, knapp 26 Milliarden Teilnehmer haben. Dann wirds auf der Erde ziemlich eng. 😉

    LG, der Marco

  3. Wir wurden auch nominiert und freuen uns darüber! Inzwischen haben wir aber auch bemerkt, wie inflationär manche Blogs den Award weitergeben und dabei gar nicht auf Qualität oder eigene Vorlieben achten, sondern einfach in die Runde fragen „wer hat noch nicht und will ihn?“.
    Leider haben wir keinen Blog gefunden, der uns gefällt, den Award noch nicht hat und ihn auch annehmen würde (vorher zu fragen gehört unserer Meinung nach zum guten Ton). Deshalb werden wir uns wahrscheinlich an eurem Beispiel orientieren und den Award nicht weitergeben bzw. nur ein paar andere Blogs empfehlen, die Fragen aber trotzdem beantworten. Das lässt sich ja auch gut von der „Über uns“-Seite aus verlinken.

    1. Ja, es ist sehr schade, dass der Award durch die inflationäre Weitergabe beliebig wird. Die Grundidee ist nämlich echt schön. Und da erinnerst Du mich auch an etwas: Ich habe total vergessen einen Link auf meiner „Über-uns-Seite“ einzufügen… 😉
      Viele Grüße
      Katharina

      1. Huhu 🙂

        Da stimme ich jetzt einfach mal zu. Hab mich total gefreut, als ich nominiert wurde – mittlerweile geht mir das Ganze aber schon fast auf den Keks, weil ständig irgendwer irgendwen sucht, den er einfach mal der Nominierung wegen nominieren kann. Echt schade, kommt oft wie eine lästige Pflicht rüber – dabei ist die Idee eigentlich total cool 😉 Und das jemand, der eigentlich NIE Kettenbriefe mitmacht ;D

        Schöne Grüße,
        Caro

  4. Der analytische Perfektionismus… da war er wieder. Kommt mir sehr bekannt vor. 😉 Ich bin ähnlich gestrickt und manchmal ist es schon sehr anstrengend, mit mir selbst. 😀 Aber man wird ja älter und so bin ich auch schon „entspannter“ geworden, glaub ich.

    Ich finde den Liebster Award eigentlich sehr spannend, da ich so etwas persönliches vom Blogger erfahre. Aber zu viele Nominierungsschleifen muss es dann doch nicht geben. 😀 Da kann ich dich schon gut verstehen.

    LG Daniela

  5. Ich fang schonmal an 🙂 Das Foto aus Puerto Rico ist toll! Die Wolken, die über den Bergen schweben…

    Ich mag Katzen sehr, aber wenn ich die Wahl zwischen Berg und Strand hätte, würde ich die Stadt nehmen – ich mag es, Städte zu erkunden und kann dabei super entspannen. Wandern mag ich auch und ein Tag am Strand muss sein. Aber ich glaube, ich würde mir morgens die Stadt ansehen und abends am Strand entspannen 🙂

    Schönen BloKoSo morgen 🙂

    1. Hallo Evy,
      ja Städtetrips liebe ich natürlich auch 🙂 Und wenn die Stadt dann noch einen Strand hat… Deshalb ist z.B. Barcelona so perfekt!
      Liebe Grüße
      Katharina

  6. Hi Katharina, da ich erst gestern nach einer fünfwöchigen Reise zusammen mit meinem Mann heim gekehrt bin, fühle ich mich im Herzen noch immer weit weg und würde am liebsten gleich wieder losfahren. Dabei ist es auch daheim sehr schön und ich freue mich meine Familie endlich wieder zu sehen. Das Spannungsfeld zwischen Heim- und Fernweh schüttelt mich hin und her. Wie schön, dass auch andere am liebsten unterwegs sind und ich damit nicht allein bin! Schönen #BLOKOSO! Katja

    1. Hallo Katja,
      wow, fünf Wochen – das ist natürlich traumhaft! Wo seid ihr denn gewesen? Ich zähle auch schon die Wochen bis zu unserer nächsten Reise 🙂
      Liebe Grüße
      Katharina

  7. Hi Katharina,

    Du bist ja auch ein Katzenfreund und Schokoladenliebhaber – das kenne ich doch ;-).
    Analytischer Perfektionismus, auch nicht schlecht.

    Ich finde den Liebster Award eigentlich gar nicht schlecht, zumindest empfinde ich es nicht als Kettenbrief. Viel hängt von den Fragen an, die man gestellt bekommt. Aber auch ich hatte meine Schwierigkeiten, noch Blogs zu finden, die ihn noch nicht enthalten haben.

    Danke für Deine Empfehlungsliste, gute Idee!

    Fussige liebe Grüsse von LangsamMacher Jana

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